„Deutsch meschugge“ mit Rafael Seligmann und Raed Saleh

"Deutsch meschugge" mit Rafael Seligmann und Raed Saleh
  • Datum & Zeit
    16/10/2017, 19:00
  • Veranstaltungsort
    Max Liebermann Haus
  • Zu Gast
    Rafael Seligmann und Raed Saleh
  • Kooperation
    Berliner Sparkasse

In seinem neuen Roman entwirft Rafael Seligmann ein satirisch zugespitztes, aber doch erschreckend plausibles Szenario: Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2019 verlieren die regierenden Konservativen enorm an Zustimmung, ebenso wie die Freien Sozialisten und die Umweltpartei. Dank innovativer Wählermobilisierung steht nun die Deutsch-Nationale Mehrheitspartei unter ihrem rechtsradikalen Führer Urban Hansen an der Spitze. Als dieser auf der Siegesfeier die Maske fallen lässt und die „faschistische Revolution“ bejubelt, sorgt Paul Levite – populärer jüdischer Vorsitzender Hessens und Aushängeschild der Partei – für den Sturz Hansens und wird Bundeskanzler mit einem skurrilen Bündnis aus Links und Rechts.

Wie realistisch ist dieser zwischen pessimistischer Zukunftsvision und scharfer Satire angesiedelte Roman? Wie liest ein erfahrener Politiker wie Raed Saleh eine solche Geschichte? Kann er darüber lachen oder macht die Wirklichkeitsnähe einer starken rechtsradikalen Partei ihm eher Angst? Wieviel Wahres verbirgt sich hinter Parteien wie „Die Deutschen Realsozialisten (DDR)“, Umweltpartei und Deutsch-Nationale Mehrheitspartei oder der ewigen Kanzlerin Hedwig Kleinert? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und dem Autor Rafael Seligmann im Gespräch mit Raed Saleh diskutieren.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um Anmeldung bis zum 12. Oktober online (siehe unten) oder per E-Mail.

Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

(c) Foto: privat

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„Berthold Beitz – die Biographie“ mit Dr. Joachim Käppner

"Berthold Beitz - die Biographie" mit Dr. Joachim Käppner

Berhold Beitz, gestorben mit fast 100 Jahren im Juli 2013, war eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Geschichte. In den 1940er Jahren Im damaligen Generalgouvernement  in der Nähe von Lemberg rettete er, unterstützt von seiner Frau, hunderten todgeweihten jüdischer Nachbar*innen das Leben. Bekannt wurde dies über wenige Eingeweihte hinaus erst 1973, als Yad Vashem ihn zu einem „Gerechten unter den Völkern“ erklärte. Später war Berthold Beitz eine der großen Persönlichkeiten der Nachkriegsgeschichte. Nach dem Krieg ging er ausgerechnet zum Krupp-Konzern – dessen Name stand bis 1945 für Krieg und Kanonen. Krupp war unter seiner Leitung das erste produzierende Unternehmen in Deutschland, das freiwillig Wiedergutmachung an ehemalige jüdische Häftlinge zahlte, die während des Krieges für Krupp arbeiten mussten. Die Erfüllung moralischer Pflicht hatte Vorrang vor der Mehrung des eigenen Wohlstandes. In der deutschen Ostpolitik in Nachkriegsdeutschland ist er mutig  vorangegangen. Berthold Beitz war mutig, respektvoll und anständig. Er sollte uns ein Vorbild sein.

Erst im hohen Alter hat Berthold Beitz einer Biographie zugestimmt. Der Historiker Joachim Käppner stützt sich in seinem 2010 erschienenen Werk auf viele Gespräche mit Berthold Beitz, seiner Familie und Zeitzeug*innen sowie zahlreiche schriftliche Quellen. Mit dem Autor wollen wir über die Person Berthold Beitz, sein Leben, seine Verdienste und seine Vorbildfunktion sprechen.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um Anmeldung bis zum 06. Oktober online (s. unten) oder per E-Mail.

Mit Ihrer Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

 

(c) Foto: Piper Verlag

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Sonjas Tagebuch. Flucht und Alija in den Aufzeichnungen von Sonja Borus aus Berlin, 1941-1945

Sonjas Tagebuch. Flucht und Alija in den Aufzeichnungen von Sonja Borus aus Berlin, 1941-1945
  • Datum & Zeit
    09/11/2015, 18:00
  • Veranstaltungsort
    Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
  • Zu Gast
    Schoschana Harari,
    Dr. Klaus Voigt
  • Moderation
    Dr. Beate Kosmala
  • Kooperation
    Inge Deutschkron Stiftung,
    Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Schoschana Harari wurde 1927 als Sonja Borus in Berlin geboren. Sie gehörte zu den 73 jüdischen Jungen und Mädchen, die auf ihrer vierjährigen Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung Hilfe und Rettung in der Villa Emma in Nonantola (bei Modena) fanden. Das Tagebuch schildert Sonjas Eindrücke in Slowenien, Italien, der Schweiz und in Palästina, die vom Schmerz über die Trennung von ihrer Familie und deren Verlust überschattet sind.

Nach einer Einordnung zum Thema „Die Odyssee jüdischer Jugendlicher aus Berlin 1941“ durch den Historiker Dr. Klaus Voigt findet eine Lesung aus „Sonjas Tagebuch“ statt. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Gespräch zwischen Schoschana Harari und dem Publikum. Die Veranstaltung wird von Dr. Beate Kosmala moderiert.

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„Mit dem Mut der Verzweiflung. Mein Widerstand im Berliner Untergrund und danach. 1943–1949“

„Mit dem Mut der Verzweiflung. Mein Widerstand im Berliner Untergrund und danach.  1943–1949“
  • Datum & Zeit
    11/05/2015, 18:00
  • Veranstaltungsort
    Sophienkirche
  • Zu Gast
    Zvi Aviram
  • Kooperation
    Anne Frank Zentrum, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Evangelische Kirchengemeinde am Weinberg

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter und arbeitete für die Widerstandsgruppe Chug Haluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegründet worden war. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency im Einsatz war, bis er 1948 in Israel einwandern konnte.

Anlässlich des siebzigjährigen Jahrestags der Befreiung wird Zvi Aviram als letzter Überlebender dieser von jüdischen Jugendlichen gegründeten Widerstandsgruppe, nicht nur über das Schicksal seiner Familie und sein Überleben im Untergrund sprechen, sondern auch über seine Erinnerungen an die Befreiung Berlins im April und Mai 1945.

 

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